Vorwort
Sicherlich haben auch Sie schon einmal die Bekanntschaft einer dieser
freundlichen und netten Krankenschwestern gemacht, welche asiatisch
aussehen, aber keine sogenannten Schlitzaugen haben und Sie wundern sich, nachdem
Ihnen gesagt wird, sie kommen von den Philippinen, warum diese in
Deutschland arbeiten und warum überwiegend in Krankenhäusern
und Altenheimen.
Wenn Sie diese Informationen gelesen haben, werden Sie sicherlich
eine Antwort finden und sich eine gewisse Vorstellung von
diesem Land machen können. Natürlich kann hier nicht auf
jedes Detail und Thema eingegangen werden, aber zumindest kann ansatzweise
ein Bild geliefert und die Mentalität dieser Menschen -im Vergleich
zu den Deutschen u. anderen Europäern- erklärt werden. Vieles,
was uns fremd erscheint, setzt uns in Erstaunen, sorgt manchmal für
Ablehnung und Unverständnis. Wenn man sich jedoch wirklich einmal
die "Mühe" macht Informationen zu sammeln, Eindrücke
analysiert, Vorurteile unterdrückt und eine Weile mitten unter
den Fremden lebt, dann ergeben sich irgendwann neue Erkenntnisse,
welche des Menschen Horizont erweitern. Nicht etwa, dass man kritisches
Denken verliert, aber die Gedanken werden "gerechter". Und
dies bezieht sich nicht nur auf die Philippinen !

Lage : 13 00 N, 122 00 E
Nationalhymne
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Daten : Das Land besteht aus 7107 Inseln
Höchster Punkt:: Mount Apo 2,954 m; Staatsform
: Republik; Fläche: 300 000 km2 Land; 298170 km2 Wasser; Einwohner:
81.507.893. Hauptstadt: Manila; Amtssprachen : Filipino(Talalog),
Englisch ; Nationalfeiertag : 4. 7.; Währung : 1 Philippin. Peso (P)
= 100 Centavos (c) Zeitzone: MEZ + 7 Std.
72 Provinzen und 61 bevollmaechtigte Staedte*: Abra, Agusan del Norte,
Agusan del Sur, Aklan, Albay, Angeles*, Antique, Aurora, Bacolod*,
Bago*, Baguio*, Bais*, Basilan, Basilan City*, Bataan, Batanes, Batangas,
Batangas City*, Benguet, Bohol, Bukidnon, Bulacan, Butuan*, Cabanatuan*,
Cadiz*, Cagayan, Cagayan de Oro*, Calbayog*, Caloocan*, Camarines
Norte, Camarines Sur, Camiguin, Canlaon*, Capiz, Catanduanes, Cavite,
Cavite City*, Cebu, Cebu City*, Cotabato*, Dagupan*, Danao*, Dapitan*,
Davao City* Davao, Davao del Sur, Davao Oriental, Dipolog*, Dumaguete*,
Eastern Samar, General Santos*, Gingoog*, Ifugao, Iligan*, Ilocos
Norte, Ilocos Sur, Iloilo, Iloilo City*, Iriga*, Isabela, Kalinga-Apayao,
La Carlota*, Laguna, Lanao del Norte, Lanao del Sur, Laoag*, Lapu-Lapu*,
La Union, Legaspi*, Leyte, Lipa*, Lucena*, Maguindanao, Mandaue*,
Manila*, Marawi*, Marinduque, Masbate, Mindoro Occidental, Mindoro
Oriental, Misamis Occidental, Misamis Oriental, Mountain, Naga*, Negros
Occidental, Negros Oriental, North Cotabato, Northern Samar, Nueva
Ecija, Nueva Vizcaya, Olongapo*, Ormoc*, Oroquieta*, Ozamis*, Pagadian*,
Palawan, Palayan*, Pampanga, Pangasinan, Pasay*, Puerto Princesa*,
Quezon, Quezon City*, Quirino, Rizal, Romblon, Roxas*, Samar, San
Carlos* (in Negros Occidental), San Carlos* (in Pangasinan), San Jose*,
San Pablo*, Silay*, Siquijor, Sorsogon, South Cotabato, Southern Leyte,
Sultan Kudarat, Sulu, Surigao*, Surigao del Norte, Surigao del Sur,
Tacloban*, Tagaytay*, Tagbilaran*, Tangub*, Tarlac, Tawitawi, Toledo*,
Trece Martires*, Zambales, Zamboanga*, Zamboanga del Norte, Zamboanga
del Sur
Klima :
Allgemein herrscht ein tropisches Klima, wobei es natürlich
grosse Unterschiede zwischen den Küstennahen Ebenen und dem Hochland
gibt. Februar bis Juni ist sogenannte Sommerzeit in denen es selten
regnet, mit Temperaturen von 20°- 40°C. In den Hochebenen
schwanken die Temperaturen zwischen 20° u .28°C während
in den Tiefebenen 25° bis 40°C erreicht werden. Dabei kann
schon mal ein angenehmer, leichter Wind wehen. Die Luft ist trocken.
In den Monaten Juli und August startet eine mehrwöchige Regenzeit
mit teilweise sehr schweren Regenfällen und Temperaturen von
19° - 25°C. Während dieser Zeit kommt es zu Überflutungen
und Erdrutschen, wodurch besonders Gebirgsstrassen unbefahrbar werden.
Diese Regenfälle werden mitunter von schweren Stürmen begleitet.
In den Monaten September bis Januar scheint wieder häufig die
Sonne mit Temperaturen von 18° bis 25°C. Alle diese Angaben
sind natürlich nur ein grober Rahmen weil auch auf den Philippinen
nicht immer eine Sonnen-oder Regengarantie gegeben werden kann. Die
Regenzeit kann sich manchmal verschieben und "ausserplanmässiger"
Regen kann fallen.
Politik :
Präsidiale Republik; Verfassung von 1987. Staatsoberhaupt und oberster
Inhaber der Exekutivgewalt ist der Präsident. Dieser wird für eine
einmalige Amtszeit von 6 Jahren zus. mit dem Vizepräsident direkt
gewählt. Die Legislative liegt beim Kongress (Senat, 24 Mitglieder
für 6 Jahre gewählt; Repräsentantenhaus, 200 Abgeordnete für 3 Jahre
gewählt und bis zu 50 Abgeordnete vom Präsidenten ernannt). Parteien:
Laban Ng Demokratigong Pilipino (LDP), Nationalist People's Coalition
(NPC), National Union for Christian Democrats (NUCD).
Einwohner :
Sie setzt sich zusammen aus 70 % Jungindonesiern (Indonesier),
10 % Altindonesiern und Negritos (Aëta), 10 % Chinesen, 5 % Indern
sowie Europäern und Arabern. 93% der Einwohner sind Christen (kath.,
evang., u. andere Gemeinschaften), 5 % Muslime, 2% sonstige.
Mentalität :
Die Filipinos strahlen im Allgemeinen Ruhe und Ausgeglichenheit
aus- und das in (fast) jeder Situation. Durch häufige Armut,
politischer Unbeständigkeit, geringer sozialer Absicherung, städtebaulicher
Fehlplanungen etc., sind die Filipinos schon seit sehr langer Zeit
darauf abgestimmt, vieles im Leben gelassen hinzunehmen. Unzufriedenheit
gibt es natürlich, jedoch stört diese im Allgemeinen nicht
das Zusammenleben in den Gemeinschaften. Gewaltige Verkehrsstockungen
verleiten nicht, wie bei uns, zu Aggressivität. Den bösen
Nachbarn ignoriert man lieber, als ihn zu bekämpfen. Trotzdem
sind sie aber bereit, für politische Ziele auf die Strasse zu
gehen- und dann wird es laut. Anpassungsfähigkeit ist eine weitere
gute Eigenschaft dieser Menschen. Es wird immer versucht, das Beste
aus einer Situation zu machen. Ständiges Nörgeln gilt als
unfein. Schon als kleines Kind werden sie dazu erzogen, Eltern und
alte, sowie pflegebedürftige Menschen zu respektieren. Alte Menschen
leben in der Familiengemeinschaft, denn eine Rente gibt es selten.
Frauen kümmern sich meistens um Haushalt und Kinder, sowie um
die Verwaltung der Einkünfte, oft betreiben sie nebenbei noch
einen kleinen Handel oder helfen bei der Landwirtschaft. Immer mehr
versuchen auch die Frauen mit der Mehrfachbelastung"Familie und
Beruf " fertig zu werden. Die Männer kümmern sich in
der Regel um die Haupteinkünfte und ums Handwerkliche. Die Scheidungsquote
ist im Vergleich zu Deutschland sehr gering, weil sich die Ehepartner
mit ihrer "Rolle" im Leben bisher noch abfinden. Durch den
starken Familienzusammenhalt und dem Glauben an die Worte Jesus Christus,
werden Schwächen im sozialen Netz weitgehend erträglich
gemacht. Kinder sind somit das Wichtigste im Leben und ein Teil der
Eltern geben viel Geld für das Studium der Kinder aus.Eine weitere
Eigenschaft ist die Geschäftstüchtigkeit und Freundlichkeit
der man überall begegnet. In einem philippinischen Geschäft
oder Kaufhaus ist der Kunde wirklich König und auch ausserhalb
des Geschäftssinns wird man sture Leute und Fremdenhass wirklich
suchen müssen. In der Großstadt Manila stimmt dieses Bild
von den Philippinen leider nicht ganz und durch Berichte von Kinderprostitution
und Obdachlosen wird leicht der Eindruck erweckt, es wäre überall
dasselbe. Nein ! Haben wir dieses Problem in den Großstädten
nicht auch ? Manila hat ca. 10 Millionen Einwohner, diese Zahl spricht
für sich. Somit ist diese Megacity natürlich nicht mit anderen
Regionen zu vergleichen.
(Diese Beschreibung ist natürlich allgemein, es gibt wie immer
Ausnahmen.)
Geschichte :
Im 15. Jh. gründeten einheim. Fürsten auf den Suluinseln und auf
Mindanao islamische Sultanate, die den nach der Entdeckung durch Magalhães
(1521) und der Benennung (1543) nach dem späteren spanischen König
Philipp II. ab 1565 eindringenden spanischen Konquistadoren heftigen
Widerstand leisteten. 1648 wurden die Philippinen Spanien zugesprochen.
Spanische Missionare bekehrten fast die gesamte einheimische Bevölkerung
zum Christentum. Das hemmungslose Profitstreben weniger Privilegierter
führte zu zahlreichen blutigen Bauernaufständen, die in die Revolution
1896–98 und die Proklamation der Republik Philippinen endeten. Im
Span.-Amerikan. Krieg (1898) unterstützten die Filipinos die USA,
die ihnen die staatliche Unabhängigkeit versprachen, sich jedoch im
Friedensvertrag die Philippinen abtreten ließen. Nach mehrjährigem
Guerillakrieg wurde 1902 ein einheimisches Parlament gewählt. 1935
erhielten die Philippinen den Status eines Commonwealth zuerkannt
mit der Maßgabe, dass 1944 die endgültige Unabhängigkeit folgen sollte.
Nach der Besetzung der P. durch die Japaner im Pazifikkrieg eroberten
die USA (General MacArthur) die P. von Okt. 1944 bis Mai 1945 zurück.
Am 4. 7. 1946 entließen die USA die P. in die Unabhängigkeit, sicherten
sich jedoch das Recht zur Errichtung von Militärstützpunkten sowie
die fast vollständige wirtschaftliche Kontrolle. Missregierung, Korruption
und die Partisanentätigkeit der kommunistisch orientierten Hukbalahap
brachten den Staat an den Rand des Ruins. Der 1965 erstmals gewählte
Präsident F. E. Marcos trieb die ›Philippinisierung‹ des Landes voran.
Nach inneren Unruhen schlug Marcos einen zunehmend diktatorischen
Kurs ein und verhängte 1972 das Kriegsrecht. Die Ermordung des prominenten
Oppositionsführers Benigno Aquino (* 1932, † 1983) unmittelbar nach
dessen Rückkehr aus dem Exil im Aug. 1983 löste schwere innenpolitische
Unruhen aus, die sich nach offenkundig manipulierten Präs.-Wahlen
im Feb. 1986 weiter verschärften. Marcos musste das Präs.-Amt der
einzigen Oppositionskandidatin, Corazon Aquino, der Witwe B. Aquinos,
überlassen und verließ das Land. Die von Aquino eingeleitete Landreform
(1988) und Verhandlungen mit kommunist. und islamischen Rebellen wurden
von Teilen der Armee bekämpft (mehrere Putschversuche). 1992 wurde
F. Ramos zum Präsidenten gewählt. Im gleichen Jahr zogen die amerikanischen
Streitkräfte aus ihren Stützpunkten ab. Aus den Präsidentschaftswahlen
von 1998 ging J. Estrada als Sieger hervor. Zu Beginn des Jahres 2001
wurde Estrada durch die Macht von "People's Power" gestürzt, nachdem
er angeblich in die eigene Tasche gewirtschaftet hatte. Präsidentin
wurde danach Gloria Macapagal Arroyo. Am 11.Mai 2010 wurde Benigno
Aquino ( Sohn von Corazon Aquino) mit großer Mehrheit zum neuen
Präsidenten gewählt. Dieser will nun mit aller Kraft gegen
Korruption und Armut vorgehen, wie er versprach. (Wäre ja mal
was ganz Neues ... wäre zu wünschen !)
Wirtschaft :
30 % der Gesamtfläche werden landwirtschaftlich genutzt.
Hauptnahrungsmittel sind Reis, Mais und Süßkartoffeln. Anbau sowie
Export von Zuckerrohr, Kokospalmen (Kopra), Kaffee, Ananas, Bananen,
Mango, Tabak, Kautschuk, Manilahanf, Sisal, Ramie und Kapok. Wichtigste
Bodenschätze sind Eisenerze, Chrom, Kohle, Kupfer, Nickel, Gold, Silber,
Quecksilber, Asbest, Gips, Erdöl und Erdgas. Neben Nahrungsmittel-
und Textil-Industrien bestehen Anlagen zur Erzkonzentratgewinnung,
Stahlwerke, chem. und Zementindustrie. Das Eisenbahnnetz auf Luzon
ist 1 027 km, auf Panay 116 km lang. Das Straßennetz hat eine Länge
von über 162 325 km; gut ausgebaut ist es nur auf Luzon. Wichtigster
Hafen ist Manila.
Urlaub auf den Philippinen :
Das Land ist besonders vielseitig und bietet dem Touristen eigentlich
alles, was man sich vorstellen kann. Palmenstrände mit weissem
Sand; Berge mit wunderschönem Panorama; Heisse Quellen; erloschene
und teilaktive Vulkane; paradiesische Ebenen mit Bananenstauden, Kokospalmen
und Obstbäumen; viele Märkte und der freundlichen Aufgeschlossenheit
gegenüber Fremden. Der Normaltourist, welcher auf den gehobenen
Standard nicht verzichten will, wird sich eine Komplettreise buchen
und in einem der schönen Touristenhotels oder Apartementanlagen
wohnen. Wer jedoch gute Englischkenntnisse besitzt, kontaktfreudig
ist und das wahre Leben auf den Philippinen kennenlernen will, kann
in den mittleren bis nördlichen Regionen auch ausserhalb der
Touristengebiete auf seine Kosten kommen, denn die Verkehrsverbindungen
sind Dank sehr vieler preiswerter Taxen sowie Busse recht gut und
Tagesreisen können ebenfalls organisiert werden.( Ein Restrisiko
muss bei Individualtouristen aber immer mit einkalkuliert werden )
Auf Bier, Schnaps, Wein und Zigaretten brauchen Sie, (wenn Sie es
schon nicht können) nicht zu verzichten.
Sicherheitshinweise
Impfungen :
Empfohlene Impfungen : Hepatitis A+B, Tetanus, Diphtherie, Malaria
(in einigen Gebieten), Typhus, Cholera (in einigen Gebieten), Poliomyelitis
-genauere Angaben hierüber bekommen Sie bei Ihrem Hausarzt und
in Apotheken-
Einreise :
Sie benötigen auf jeden Fall einen gültigen Reisepass.
Ein Einreisevisum benötigen Sie bei einem Aufenthalt von bis
zu 3 Wochen wenn Sie z.B. aus Europa kommen, nicht. Zielflughäfen
sind Manila und Cebu. Von hier aus sind Inlandsflüge in verschiedene
Richtungen möglich. Englischkenntnisse sind wichtig.
Allgemeine Probleme
Ein landestypisches Problem ist zum Beispiel der Strassenbau. Sie
werden einige gut ausgebaute Strassen finden, auf denen Easyrider-Träume
wahr werden und Sie sich durch schönste Landschaften schlängeln.
Vorzugsweise in den hochgelegenen Ebenen sind Strassen jedoch selten
asphaltiert und derart holprig, dass Sie froh sind, nicht mit dem
eigenen Jeep unterwegs zu sein. Dazu kommt noch die meist fehlende
Seitenbefestigung, was dass Reisen in den Bergen zu einem besonderen
Abenteuer werden lässt. Wenn Sie einmal 5 Stunden mit Tempo 20-30Km/h
auf einer dieser Buckelpisten unterwegs waren und Ihnen das Auto leid
tut in dem Sie sitzen, werden Sie sich natürlich fragen, warum
die Regierung keine besseren Strassen baut. Sie versucht es an einigen
Stellen, aber sindflutartige Regenfälle in der Regenzeit spülen
immer wieder Teile der Gebirgsstrassen weg, oder werden von abrutschenden
Hängen begraben. Besonders stabile Baumassnahmen um dies zu verhindern
sind auch besonders teuer, wobei der Strassenbau im Gebirge sowieso
schon schwieriger ist, als im Flachland.
In den mittleren bis grossen Städten stellt man eine extrem
starke Luftverschmutzung durch Dieselkraftstoff fest. Fast jeder fährt
hier mit Diesel, weil dieser nun mal billiger ist. Kat-Fahrzeuge sind
eine Ausnahme. Bei starkem Verkehrsaufkommen, und dies ist der Regelfall,
kann man schon mal Angst um seine Gesundheit bekommen. Massnahmen
um Dieses kurzfristig abzustellen, würden sicherlich durch starke
Verteuerungen, neue wirtschaftliche Probleme herbeiführen.
Bei der allgemeinen Hygiene, seien es Speisen oder Toiletten, sollte
man sich, wie auch in vielen anderen tropischen Ländern, eine
gewisse Vorsicht zu eigen machen. Gegen verschiedene Vieren und Bakterien
sind besonders Europäer nicht resistent genug, um alles ohne
Reue zu geniessen. Es gibt zum Glück aber auch immer mehr gute
Restaurants, welche sich auf die Bedürfnisse der empfindlicheren
Fremden eingestellt haben, damit auch diese die leckeren Speisen in
guter Erinnerung halten.
Armut :
Gelegentlich wird auch mal über die Philippinen in den Medien
berichtet, selten realistisch aber häufig sensationssüchtig.
Wahr ist, dass die Philippinen zu den armen Ländern dieser Erde
gehören und dass eine soziale Absicherung armer Bewohner durch
das wirtschaftliche und politische System nicht gegeben ist.
Was aber versteht man im allgemeinen unter Armut ? Ist ein Mensch
arm, wenn dieser sich kein Auto leisten kann, keine teuren Teppiche
und keinen Urlaub im Nachbarland ? Oder fängt die Armut an, wenn
ein Mensch 12Std. am Tag schuften muss, um dreimal täglich zu
essen ?
Eine Menge Filipinos leben am absoluten Existenzminimum, wesentlich
mehr als in Deutschland und dies unter anderen Maßstäben.
Das unterschiedliche soziale System und die staatliche "Armut
" verstärken diesen Eindruck, wenn ein Mensch aus der Wohlstandsgesellschaft
auf diese trifft. Ausserdem kann man der Regierung des Landes nicht
die alleinige Schuld für eine schlechtere wirtschaftliche und
politische Organisation geben, denn es ist mit Sicherheit wesentlich
schwieriger (oder unmöglich ?) ein Land mit über 7000 Inseln
und dementsprechend riesiger Küstenlänge, so wie in Deutschland
zu organisieren. Sprechen wir deshalb besser von der relativen Armut,
denn wenn Sie die Philippinen durchqueren, werden Sie viele Menschen
sehen, welche nach unseren Maßstäben ärmlich Leben
aber trotzdem zufriedener sind, als bei uns. Ein anderes Phänomen
der Gesellschaft ist, dass der Stolz etwas vorzuzeigen, was andere
nicht haben, sich in Grenzen hält. Ein Mensch wird dort weniger
nach seinem Äusseren eingestuft als nach seinem Wesen. Neid gibt
es auch dort, aber die Menschen legen es nicht so sehr darauf an,
andere neidisch zu machen..... denn so lebt es sich besser. Durch
sehr viele Freiheiten im System haben auch sehr viele Menschen die
Möglichkeit sich mit Kleinstgeschäften (ohne unsinnige bürokratische
Bestimmungen) über Wasser zu halten. Wenn Sie einmal Nachts durch
Manila fahren und im stärksten Strassenverkehr ( diese Stadt
schläft nicht ) Strassenhändler mit unterschiedlichen Kleinprodukten
in den Händen zwischen den Autos umherlaufen sehen, welche den
Insassen Waren anbieten, um leben zu können, werden Sie den ersten
Eindruck von relativer Armut erhalten. Sie werden aber auch erkennen,
wie sehr hier Menschen bemüht sind, mit ehrlicher Arbeit Geld
zu verdienen.....mit einem " Knochenjob ". Ein normal veranlagter
Tourist wird dies erkennen und diesen Menschen dafür achten !
Im Hintergrund sehen Sie dabei vielleicht zufällig ein Hotel,
in dem auch Sie selber nicht einmal für zwei Wochen ein Zimmer
bezahlen könnten. Die Differenz zwischen arm und reich ist hier
besonders hoch.
Es gibt noch viel ärmere Länder auf dieser Erde, als die
Philippinen. In einigen werden die Menschen durch Klima und Politik
wirtschaftlich unbeweglich gemacht und verhungern. Hiervon sind die
"Pinoys", trotz Sensationsberichten, noch weit entfernt.
Wer so phantasievoll improvisiert und hart arbeiten kann, der hat
auch verdient, dass sich in Zukunft die Lage auch für die Armen
verbessert.
Die besten Wünsche dazu von Grafik-Bilder
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